| FCI Standard Nr. 149/01.10.1992/D
BULLDOGGE

Neuer
Standard 2009
Im Januar
2009 kündigte der für den Standard des Bulldogs
zuständige britische Kennel Club eine grundlegende
Revision des Standards an. In Zukunft soll die
Gesundheit und das Wohlergehen der Hunde im
Mittelpunkt stehen. Deshalb soll auf übertriebene
Merkmale wie zu kurze Nase, zu große Köpfe,
besonders faltiges Gesicht, zu kurze Läufe
verzichtet und eine nachhaltige Verbesserung der
Atmung sichergestellt werden. Auch sollen Maßnahmen
ergriffen werden, die zu einem Rückgang der
Kaiserschnittquote, Fruchtbarkeitsprobleme und
Welpensterblichkeit führen sollen.
Ursprung: Großbritannien Übersetzung: Frau Imelda Angehrn,
überarbeitet von Harry G.A.Hinckeldeyn
ALLGEMEINE ERSCHEINUNG:
Kurzhaarig, untersetzt, eher tief gestellt, breit gebaut, kraftvoll
und kompakt. Massiver Kopf, im Verhältnis zum Körper ziemlich groß.
Kein Merkmal darf derart dominieren, dass die Ausgewogenheit
insgesamt gestört ist, oder der Hund verformt oder in seiner
Bewegungsfreiheit beeinträchtigt erscheint. Gesicht kurz, Fang
breit, stumpf und nach oben gerichtet. Körper kurz, gut
zusammengefügt, Gliedmaßen stämmig, gut bemuskelt und von starker
Kondition. Hinterhand hoch und kräftig, aber im Vergleich zur
schweren Vorhand etwas leichter. Hündinnen nicht so großrahmig und
stark entwickelt wie Rüden.
CHARAKTERISTIKA:
Vermittelt den Eindruck von Entschlossenheit, Kraft und Aktivität.
WESEN:
Aufmerksam, kühn, loyal, zuverlässig, mutig, grimmiges Aussehen,
aber liebenswürdig im Wesen.
KOPF UND SCHÄDEL:
Kopfumfang groß, sollte (vor den Ohren gemessen) ungefähr der
Schulterhöhe des Hundes entsprechen. Von vorne gesehen erscheint der
Kopf vom Kinn bis zum Scheitel sehr hoch, auch sehr breit und
kantig. Sich neben den Augen ausdehnende, gut gerundete Backen. Von
der Seite gesehen erscheint der Kopf vom Hinterkopf bis zur
Nasenspitze sehr hoch und kurz. Stirnpartie flach, lose Hautfalten
auf und um den Kopf, die aber weder zu stark ausgebildet sind noch
das Gesicht überlappen dürfen. Stirnknochen ausgeprägt, breit,
quadratisch und hoch; tiefe und breite Einbuchtung zwischen den
Augen. Vom Stop verläuft bis zur Mitte des Scheitels eine breite und
tiefe Stirnfurche, die bis zum Hinterhauptbein fühlbar ist. Gesicht
vom vorderen Teil der Backenknochen bis zur Nasenspitze kurz, mit
Hautfalten. Fang kurz, breit, aufwärts gebogen und vom Augenwinkel
bis zum Lefzenwinkel sehr tief. Nase und Nasenlöcher groß, breit und
schwarz, keinesfalls leberfarben, rot oder braun. Nasenspitze in
Richtung der Augen zurückgesetzt. Abstand vom inneren Augenwinkel
(oder von der Mitte des Stops) bis zur Nasenspitze nicht länger als
jener von der Nasenspitze zum Rand der Unterlippe. Nasenlöcher groß
und weit geöffnet mit einer deutlichen, senkrechten, geraden Linie
dazwischen. Lefzen dick, breit, hängend, und sehr tief, den
Unterkiefer seitlich vollständig überlappend, aber nicht vorne; ort
müssen sie bis zur Unterlippe reichen und vollständig die Zahnreihe
bedecken. Kiefer breit, massiv und kantig. Unterkiefer vorne
beträchtlich länger als der Oberkiefer und aufgebogen. Von vorne
gesehen müssen die verschiedenen Partien des Gesichtes beidseits
einer gedachten Mittellinie gleichmäßig ausgewogen erscheinen.
AUGEN:
Von vorne gesehen tief unten im Schädel eingesetzt, gut entfernt von
den Ohren. Augen und Stop in einer geraden Linie, in rechten Winkeln
zur Stirnfurche. Weit auseinander eingesetzt, jedoch die äußeren
Augenwinkel noch innerhalb der Backenaußenlinie liegend. Ihre form
rund, mäßig groß, weder eingesunken noch hervorstehend Augenfarbe
sehr dunkel - nahezu schwarz. Sie dürfen kein Weiß zeigen, wenn der
Hund geradeaus schaut.
OHREN:
Hoch angesetzt, so dass der Vorderrand von beiden Ohren, von vorne
gesehen, die Fortsetzung der Außenlinie des Oberkopfes, an seinem
höchsten Punkt, bildet. Sie sollten möglichst weit auseinander,
möglichst hoch über den Augen und möglichst weit von diesen entfernt
sein. Klein und dünn. "Rosenohren" sind korrekt, d.h. auf der
Rückseite nach innen gefaltet und zurückgelegt, der obere oder
vordere Ohrenrand fällt nach außen und hinten, das Innere der
Ohrmuschel ist teilweise sichtbar.
GEBISS:
Kiefer breit und kantig, die sechs kleinen Schneidezähne in
gerader Linie zwischen den Fangzähnen, welche weit auseinander
stehen. Zähne groß und kräftig, bei geschlossenem Fang nicht
sichtbar. Von vorne gesehen, steht der Unterkiefer direkt und
parallel unter dem Oberkiefer.
HALS:
Von mäßiger Länge (eher kurz als lang), sehr dick, tief und kräftig.
Gut gewölbte Nackenlinie, mit viel losen, dicken Hautspalten im
Bereich der Kehle, beidseitig vom Unterkiefer bis zur Brust eine
Wamme bildend.
VORDERHAND:
Schultern breit, schräg liegend und tief, sehr kraftvoll und
muskulös, geben den Anschein, als wären sie seitlich des Körpers
befestigt. Brustkorb geräumig, rund und sehr tief vom oberen
Schulterrand bis zum untersten Punkt des Brustbeines. Gut zwischen
die Vorderläufe heruntergelassen. Brustkorb groß um Durchmesser,
hinter den Vorderläufen rund (nicht flachrippig sondern gut
gerundete Rippen). Vorderläufe sehr stämmig und stark, gut
entwickelt, weit auseinander stehend, dick, muskulös und gerade. Die
äußere Linie erscheint eher gewölbt, aber die Knochen sind stark und
gerade, nicht krumm oder gebogen; im Verhältnis zu den Hinterläufen
kurz, aber nicht so kurz, dass dadurch der Rücken lang erscheint
oder die Aktivität des Hundes darunter leidet und er verkrüppelt
wirkt. Ellbogen tief angesetzt, deutlich vom Rippenkorb abstehend.
Vordermittelfuß kurz, gerade und kräftig.
RUMPF:
Brustkorb breit, seitliche gerundet, ausgeprägt und tief. Rücken
kurz, kräftig, im Schulterbereich breit, in der Lendenpartie
vergleichsweise schmäler. Unmittelbar hinter den Schultern ist der
Rücken geringfügig eingesenkt (tiefste Stelle), von da an steigt die
Wirbelsäule bis zu den Lenden an (wobei der oberste Punkt der
Lendenpartie höher liegt als die Schulter), danach fällt die
Oberlinie - einen Bogen bildend - zur Rute hin steiler ab (genannt "roach-back"),
ein für diese Rasse charakteristisches Merkmal. Körper bis weit nach
hinten gut aufgerippt, Bauch aufgezogen und nicht hängend.
HINTERHAND:
Hinterläufe starkknochig und muskulös, vergleichsweise länger als
die Vorderläufe, wodurch die Lendenpartie erhöht wird. Sprunggelenke
leicht gewinkelt, tiefstehend. Läufe lang und muskulös von der Lende
bis zum Sprunggelenk, den Hintermittelfuß kurz, gerade und stark.
Kniegelenke rund und leicht auswärts gedreht, wodurch sich die
Sprunggelenke einander nähern und die Pfoten auswärts gestellt
werden. PFOTEN: Vorderpfoten gerade und ganz wenig auswärts
gestellt, von mittlerer Größe und mäßig rund. Hinterpfoten rund und
kompakt, Zehen kompakt und dick, gut voneinander getrennt, gut
aufgeknöchelt.
RUTE:
Tief angesetzt, an der Wurzel ziemlich gerade heraustretend und dann
nach unten gebogen. Rund, glatthaarig und ohne Fransen oder grobe
Behaarung. Mäßig lang - eher kurz als lang - dick am Ansatz, sich
generell zu einer feinen Spitze verjüngend. Abwärts gerichtet
getragen (ohne aufwärts gebogenes Rutenende) und nie über die
Rückenlinie.
GANGART/BEWEGUNG:
Vornehmlich schwer, gebunden, scheint mit kurzen, schnellen
Schritten auf den Zehenspitzen zu gehen; hebt die Hinterläufe nicht
hoch vom Boden, was aussieht, als ob sie über den Boden gleiten
würden; beim Laufen werden die Schultern abwechselnd etwas
vorgeschoben.
HAARKLEID:
Von feiner Struktur, kurz, dicht und glatt, (hart nur infolge Kürze
und Dichte, jedoch niemals borstig.)
FARBEN:
Einfarbig, oder einfarbig mit schwarzer Maske, (Smut). Farben: (die
immer leuchtend und rein in ihrer Art sein sollten): Gestromt, Rot
in allen Schattierungen wie rehbraun, falb, fahl, u.s.w. Weiße und
Gescheckte (d.h. weiß in Kombination mit jeder der oben genannten
Farben). "Dudley" (d.h. mit unpigmentierter Nase), schwarz und
schwarz mit braun, höchst unerwünscht. GEWICHT: Rüden 25 kg (55 Ibs)
Hündinnen 22,7 kg (50 Ibs)
FEHLER:
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als Fehler
angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum grad
der Abweichung stehen sollte.
ANMERKUNG:
Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden
aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden.
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FCI - Standard Nr. 149 |
| Patronat |
Großbritannien |
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Klassifikation FCI |
- Gruppe 2 Pinscher
und Schnauzer-molossoide – Schweizer Sennenhunde und
andere Rassen.
- Sektion 2.1
Molossoide, doggenartige Hunde.
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Rassenamen laut FCI |
Bulldog |
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Widerristhöhe |
39
cm bis 41 cm |
| Gewicht |
FCI: Rüde
bis 25kg, Hündin 23kg
In der Praxis wird ein
wesentlich höheres Gewicht angestrebt |
Standard
Rute beim engl. Bulldog |